Eine gute Peitsche kann praktisch ein Leben lang halten. dieses setzt aber
eine gute Pflege voraus. Hier ein paar bewährte Pflegetipps, Ergänzungen werden gerne aufgenommen.
Peitschen sind manchmal nicht so hart im Nehmen, wie es vielleicht den Anschein hat.
Sand und Schmutz, starke Feuchtigkeit oder Trockenheit sowie übermäßiger
Kraftaufwand beim Gebrauch verkürzen die Lebenserwartung einer Peitsche
erheblich.
Halten Sie Ihre Peitsche mit einem guten Lederfett geschmeidig, dies betrifft
besonders die stark beanspruchten Teile, also den gesamten Fall und den vorderen
Teil der eigentlichen Peitschenschnur. Griffe und zugehörige Zierknoten
brauchen normalerweise kaum Fett. Hier kann ein Zuviel sogar schaden, da sich
die Knoten lockern können, wenn das Leder zu weich wird. Auch der Fallknoten
sollte nicht zu stark eingefettet werden.
Überschüssiges Fett gut mit einem weichen, fusselfreien Tuch abwischen,
es nimmt sonst Schmutz auf und die Peitsche wird schnell unansehnlich und ist
außerdem schwer zu reinigen. Das Einfetten sollte ca. alle 6 Monate erfolgen,
bei Bedarf natürlich öfter. Speziell der Fall darf nicht zu trocken
werden, da er sonst bricht.
Beim Einsatz im Freien ist einerseits Feuchtigkeit ein Problem, andererseit
aggressive Schmutzpartikel (Sand!), die in das Geflecht eindringen und es regelrecht
zerreiben können. Ist die Peitsche nass geworden, unbedingt langsam trocknen
lassen, am besten lang ausgelegt oder hängend, damit sie nicht außer
Form gerät.
Bei Verschmutzung hilft eine Reinigung mit Sattelseife (erhältlich im Reitsport-Fachhandel).
Gemäß Anleitung (abhängig vom Produkt) verwenden, anschließend
die Peitsche langsam trocknen lassen (s.o.). Danach sorgfältig einfetten,
Überschuss entfernen.
Verwenden Sie niemals Öl oder ölhaltige Produkte zur Pflege! Das Leder
quillt auf, kann bei einigen Produkten sogar nach einiger Zeit zerfallen! Versuchen
Sie nicht, das Einziehen von Lederfett durch Hitze zu beschleunigen. Das Leder
kann regelrecht zerkocht werden!
Einschlagen ("Break-In"): Neue Peitschen sind meist ziemlich steif.
Versuchen Sie nicht, die Peitsche weichzukneten oder eng aufzurollen, um sie
vorzeitig weichzubekommen. Die Folge wäre eine "labberige", ungenaue
Peitsche. Am besten schlägt sich eine Peitsche durch ganz normalen Gebrauch
ein. Die Geduld zahlt sich aus, die Peitsche wird langsam immer besser und bleibt
für lange Zeit in Form.
Auch Peitschen, die nicht im Einsatz sind, brauchen gelegentliche Pflege. Sonnenlicht schadet auf die Dauer, es führt zu Austrocknung und Verfärbung. Achten Sie bei der Lagerung darauf, die Peitschen nicht zu eng aufzurollen. Jede Peitsche hat eine natürliche Krümmung. Folgen Sie beim Aufrollen dieser Krümmung und wenden Sie keinerlei Kraft auf.